Turnverein 1895 e. V. Glattbach

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TVG bleibt punktlos

Herren 1:
Foto Herren 1

Auch nach dem 5. Spieltag wartet die 1. Mannschaft weiter auf den ersten Punktgewinn. Am Sonntagabend unterlag man in Roßdorf mit 34:30, zeigte phasenweise guten Handball, musste aber letztlich erneut anerkennen, dass man sich kurzzeitige Schwächephasen in dieser Klasse nicht erlauben darf, will man Zählbares mitnehmen.

Die Partie in Roßdorf begann zunächst sehr ausgeglichen. Der TVG nahm den gegnerischen Spielmacher von Anfang an an die kurze Leine, wodurch die Gastgeber keinen rechten Spielfluss erreichen konnten. Es waren vor allem in der Anfangsphase eher Einzelaktionen auf Seiten von Roßdorf, die allerdings zu einigen 7m führten, welche sicher verwandelt wurden. Der TVG zeigte da ein wenig mehr Spielfreude und riss mit viel Zug zum Tor immer wieder Lücken in die aggressive und eher offensiv ausgerichtete SKG-Deckung. Als Roßdorf dann im Abschluss kurz schwächelte, war der TVG sofort zur Stelle, schoss nach dem 5:5 zwei Tore in Folge und führte 5:7. Auch im nächsten Angriff des TVG sollte der Ball zum vermeintlichen 6:8 im Tor landen, doch der Treffer wurde durch die Schiedsrichter - die im Verlaufe der Partie noch einige unglückliche Entscheidungen treffen sollten - aus unerfindlichen Gründen nicht anerkannt. Danach kam der TVG aus dem Tritt, verließ seine bisherige Ordnung und kassierte zur Strafe wie schon in den letzten Wochen prompt ein Tor nach dem anderen. Über 10:7 ging Roßdorf mit 15:11 in Führung. Doch der TVG zeigte auch an diesem Tag Wille und Einsatz und verkürzte auf 15:13 kurz vor dem Pausenpfiff. Mit einem 7m war die große Chance zum Anschluss gegeben, doch wie bereits bei zwei Strafwürfen zuvor so ging auch dieser nicht rein. Was folgte als Strafe? Das nächste Gegentor zum 16:13-HZ-Stand.

Direkt nach dem Wechsel kamen die spielentscheidenden Minuten. Im Angriff bekam man unverständlicherweise nicht viel auf die Reihe. Alles wurde durchgespielt: Fehlpässe, Fehlwürfe, technische Fehler etc. Roßdorf war da gnadenlos, lief einen Gegenstoß nach dem anderen und schoss sich in wenigen Minuten eine beruhigende 23:15-Führung heraus. Danach verlief die Partie wieder ausgeglichener, wobei der TVG in der ein oder anderen Szene ein wenig aggressiver hätte decken dürfen. Vorne allerdings fand man wieder zunehmend mehr Lücken im gegnerischen Abwehrverbund und schoss so seine Tore. Als dann 8 Minuten vor Schluss der an diesem Tag einzige etatmäßige TVG-Torhüter M. Müller von den SR mit einer Roten Karte bedacht wurde und Kreisläufer F. Stanzel zwischen die Pfosten musste, konnte es einem bei einem 9-Tore-Rückstand (33:24) bange werden. Und obwohl auch noch A. Dittrich nach dreimal 2-Min.-Strafe mit Rot runter musste, gaben die Stanzel-Jungs nicht auf. Gegen einen nun im Abschluss überheblich wirkenden Gastgeber holte man Tor um Tor auf und verkürzte bis zum Ende auf 34:30. Da aller guten Dinge drei sind, dachten sich die Schiedsrichter auch noch D. Stenger mit einer Roten Karte ausstatten zu müssen. Dies war im Nachhinein aber nur noch eine Randnotiz.

Als Fazit kann man festhalten, dass der TVG prinzipiell in der Lage ist, mit Teams, die in der Liga etabliert sind, spielerisch mitzuhalten. Was jedoch derzeit noch den Unterschied ausmacht, ist die Inkonstanz während der 60 Minuten und die zu hohe Fehlerquote im Angriff. Dies wurde bisher in jedem Spiel gnadenlos bestraft.

Torschützen: Stenger D. 9/4, Zimmermann D. 6, Parr S. 4, Stenger M., Schwob A. je 3, Schwob S. 2, Bergmann J., Schmidt V., Beißler S. je 1.

 

Stimmen zum Spiel

 

Trainer M. Stanzel:

Führung in der 1. HZ, dann hoher Rückstand, am Ende eine Niederlage mit 4 Toren in Roßdorf - wie knapp war´s denn nun? War an diesem Tag mehr drin?

Mit dieser Niederlage kann ich mich nicht ganz so einfach abfinden. Im Vergleich zu den zwei Spielen zuvor war heute mehr drin. Wir haben vor der Pause die Möglichkeit den Anschlusstreffer zum 15:14 zu erzielen, vergeben diesen und erhalten mit dem Halbzeitpfiff den Treffer zum 16:13. Ähnlich war es in der 45 Spielminute. Wir verursachen einen technischen Fehler beim Gegenstoß 2gg1 und Roßdorf erzielt während einem Zeitspiel von 10m ein Tor. Anstatt 25:22 stand es somit 26:21. Danach hatten wir einen guten Lauf aber mit solchen einfachen Fehlern stehen wir uns zu häufig selbst im Weg.

 

Der TVG hatte bisher in jedem Spiel Schwächephasen, zum Teil nur wenige Minuten. Dies reichte jedoch immer, um entscheidend in Rückstand zu geraten und die Chance auf etwas Zählbares zu vertun. Woran liegt das und was kann man dagegen machen?

Wie bereits vergangene Woche mussten wir nach 15 Minuten schlagartig drei Positionen austauschen. Das ist nicht optimal, da jeder Spieler eine gewisse Anlaufphase benötigt. Diese Schwächephase nutzte Roßdorf gnadenlos und zog von 5:7 auf 10:7 davon. Wir müssen lernen, verantwortungsbewusster zu spielen. Zu frühe Abschlüsse und unvorbereitete Pässe werden postwendend bestraft. Die Fehlentscheidung beim Treffer durch D. Stenger zum 6:8 trug sicher ebenfalls ein Teil dazu bei. Wie wir sollten sich auch die beiden Schiedsrichter nach dieser Partie hinterfragen. Eindeutiger kann man nicht prellen und freier kann die Sicht beider Unparteiischen auf die Aktion nicht sein. Ich möchte nichts unterstellen, aber bei der Videoanalyse kommen Zweifel auf. Grundsätzlich verdienen die Schiedsrichterleistungen in den Spielen zuvor jedoch klare Anerkennung.  

 

Siehst du trotz der Niederlagen eine Entwicklung und eine Tendenz?

Eindeutig! Wir nehmen die Zweikämpfe eher an und führen sie aggressiver. Auch im Angriff agieren wir druckvoller. Die Torhüterleistung in den vergangenen Spielen war überragend. Aber es geht nur Schritt für Schritt, wir spielen ja nicht unterirdisch, sondern auf einem für uns hohen Niveau. Verbesserungen brauchen dann ihre Zeit.

 

Kurzer Ausblick aufs kommende Wochenende: Mit Fränkisch-Crumbach stellt sich ein potentieller Meisterschaftskandidat vor. Was können wir da vom TVG erwarten? Und wie siehts denn mit dem Lazarett und der Personaldecke aus?

Wir werden wieder über 60 Minuten kämpfen und bis zum Schlusspfiff dagegen halten. Natürlich ist der Gegner auf den ersten Blick überlegen, aber wir suchen unsere Chance und müssen sie dann auch nutzen. Von einem Lazarett brauchen wir noch nicht sprechen. Mit D. Corak und A. Parr fehlten uns in den vergangen Spielen sicher zwei wichtige Spieler. Am Sonntag müssen wir zusätzlich auf V. Schmidt verzichten. Wir haben jedoch einen breiten Kader, der Ausfälle kompensieren kann.

 

Florian Stanzel (Kreisläufer und Aushilfstorwart):

0:10 Punkte, jetzt sogar Schlusslicht. Bist du sehr enttäuscht über den bisherigen Saisonverlauf und über den Spielverlauf gegen Roßdorf?

Ich bin auf gar keinen Fall enttäuscht, denn wir wussten schon vor Rundenbeginn, dass in der Landesliga ein ganz anderer Wind wehen würde, als noch in der Bezirksoberliga. Speziell in Roßdorf haben schon 5 Minuten pro Halbzeit gereicht, um wieder mit leeren Händen nach Hause fahren zu können. In dieser Klasse wird jeder technische Fehler und unkonzentrieter Abschluss meist sofort mit direkten Gegenstößen bestraft, welche uns vor allem in den letzten drei Partien ein besseres Ergebnis gekostet haben. Nur in den zwei Auftaktpartien gegen die beiden Mitaufsteiger haben wir meiner Meinung nach Punkte liegen gelassen.

 

Dein bisheriges Karrierehighlight hat in der 53. Minute begonnen als du zwischen die Pfosten musstest, oder?

Naja so würde ich das natürlich nicht unterschreiben, denn da waren doch die vier Meisterschaften in meiner bisherigen aktiven Karriere schon ein wenig höher anzurechnen, wenn auch nur knapp (lacht). Spaß gemacht hat es auf alle Fälle.

 

Wie wars denn im Tor? Deine Fangquote sowie die provozierten Fehlwürfe können sich doch sehen lassen...

Völlig ungewohnt ist das für mich ja nicht, denn ich stehe im Training oder auch schon bei einigen sommerlichen Turnieren gerne mal zwischen den Pfosten, wenn Not am Mann ist. Natürlich ist das in einem echten Punktspiel etwas ganz anderes, aber viel konnte ich ja nicht verlieren, ich denke gerade die Werfer hatten einen höheren Druck, da sie gegen einen eigentlichen Feldspieler werfen mussten. Doch nur ein Gegentor aus dem Spiel in 8 Minuten lässt sich doch ganz gut sehen. Vielleicht schul ich nochmal um. Nur leider hat mein Turnierklassiker mit den blanken Oberschenkeln beim 7m diesmal nicht funktioniert.

 

Nochmal etwas ernster: Vor allem zu Rundenbeginn hattest du einige Wehwehchen. Aktuell sind auch die Einsatzzeiten eher begrenzt. Wie siehts körperlich aus und was erhoffst du dir in puncto Spielanteile für die Saison?

 

Letzte Saison hat es noch für alle Saisonspiele gereicht, doch in der nun 13. Aktivensaison Handball sind „Wehwehchen“ doch an der Tagesordnung. Daher ist es doch gut, dass endlich mal ein paar Junge auf dem Weg sind das Ruder so langsam zu übernehmen. Gerade Dino macht mit seinen 18 Jahren einen klasse Job am Kreis, sehr fang- und abschlusssicher, auch wenn er hier und da die Sperren noch besser halten muss. Auch Alex Dittrich übernimmt die Rolle des Abwehrchefs immer mehr an, er muss jedoch meiner Meinung noch etwas lauter werden. Ich versuche dann halt von der Bank oder in meiner kurzen Spielzeit das Team so gut es geht zu unterstützen, auch wenn ich natürlich gerne immer noch auf der Platte stehe, das wird sich glaube ich so schnell auch nicht ändern. Die Siege im Abschlusstraining mit der „zweiten Sechs“ reichen dann wenigstens aus, um ein bisschen zu frotzeln. Vielleicht sollte ich beim Handballverband mal anfragen, wie es mit einem Doppelspielrecht für Ü30-Spieler aussieht (lacht).

Infobox Herren 1

Trainingszeiten:
Winterrunde 2018/19:
Montag 20:15-22:00 Uhr in TV-Halle Glattbach
Mittwoch 20:00-22:00 Uhr in 3fach-Halle Hösbach
Freitag 20:30-22:00 Uhr in 3fach-Halle Hösbach

Trainer:
Sadri Syla

Betreuer:
F. Stanzel

T V G - F A N - S C H A L
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