Turnverein 1895 e. V. Glattbach

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Herren 1

<br><b><center>Kader der Landesliga-Saison 2016/2017</center></b><br><b> TW: Dominik Bergmann (88), Christopher Frey (42), Lukas Maier (98) und Marco Müller (1).
Feldspieler: Julian Rickert (9), Sebastian Baron (18), Alexander Dittrich (24), Steffen Schwob (21), Andreas Schwob (23), David Schüßler  (33), Tim Hock (2), Matthias Krebs (14), Matthias Stenger (10), Sebastian Eschenbrücher (36), Florian Stanzel (20), Jens Bergmann (11), Stefan Parr (4), Andreas Parr (13), Frederik Usselmann (5), Tom Clemens (44), Dennis Stenger (15) und Alexander Hain (19).

<center><b>Ein großes Dankeschön geht an unsere Sponsoren, die beim TV Glattbach gleich 5 Mannschaften mit Trikots, Trainingsanzügen und Aufwärmshirts ausgestattet haben.

Breitinger AG

MAIREC Edelmetallgesellschaft mbH

SAP Schobert Automotive Partner

Hans Schuck & Söhne Bedachungs GmbH

Philipp GmbH

Maxi Sport GmbH
</center></b></b>

Kader der Landesliga-Saison 2016/2017

TW: Dominik Bergmann (88), Christopher Frey (42), Lukas Maier (98) und Marco Müller (1).
Feldspieler: Julian Rickert (9), Sebastian Baron (18), Alexander Dittrich (24), Steffen Schwob (21), Andreas Schwob (23), David Schüßler (33), Tim Hock (2), Matthias Krebs (14), Matthias Stenger (10), Sebastian Eschenbrücher (36), Florian Stanzel (20), Jens Bergmann (11), Stefan Parr (4), Andreas Parr (13), Frederik Usselmann (5), Tom Clemens (44), Dennis Stenger (15) und Alexander Hain (19).

Ein großes Dankeschön geht an unsere Sponsoren, die beim TV Glattbach gleich 5 Mannschaften mit Trikots, Trainingsanzügen und Aufwärmshirts ausgestattet haben.

Breitinger AG

MAIREC Edelmetallgesellschaft mbH

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Maxi Sport GmbH


Letzter Spielbericht: Wieder ein Aufsteiger, wieder auswärts, wieder....???

Vorschau OFC Kickers 1901 e.V. - TV Glattbach

Nach dem doch sehr mauen Auftritt in Büttelborn führt den TVG-Tross die nächste Reise nach Offenbach. Der kommende Gegner mit dem prominenten Namen schaffte - nach eigenem Bekunden völlig unverhofft und überraschend - erstmals den Aufstieg in die Landesliga. Hier hatte man es am ersten Spieltag beim Oberliga-Absteiger Kahl/Kleinostheim gleich mit einem ganz dicken Brocken zu tun und schlug sich mehr als beachtlich. Am Ende stand eine relativ knappe 29:32-Niederlage auf der Anzeigetafel. Damit dürfte jedem im TVG-Lager klar sein, was am kommenden Wochenende auf einen zukommen wird. Und wie schon in Büttelborn wird der Gegner beim ersten Heimauftritt in der ... weiter lesen

Landesliga 2013/2014 - Abschlussinterview mit Trainer Markus Stanzel

Nach Abschluss der Landesligassaison haben sich Berichterstatter Volker Schmidt und der Trainer der 1. Mannschaft Markus Stanzel zu einem Interview getroffen, um Bilanz zu ziehen.

Eine lange Saison in der Landesliga ist zu Ende gegangen. Wie erschöpft sind Geist und Körper auch bei Dir?

Wie es aktuell bei den Spielern aussieht weiß ich nicht, aber sie werden die Pause sicherlich herbeigesehnt haben, was gegen Ende einer Saison immer der Fall ist und in unserer Situation besonders. Schließlich spielen wir, die zweite Spielzeit in Folge, an unserem Limit und standen Woche für Woche unter einem enormen Druck. Die Meistersaison war schon kräftezehrend, mental und physisch, aber mit der Landesligasaison nicht zu vergleichen, weil eine solide spielerische Leistung in 90% der Spiele für zwei Punkte reichte. Diese Saison mussten wir in erster Linie über andere Bereiche wie Kampf, Leidenschaft und Teamgeist Punkte einfahren und waren kognitiv somit stark gefordert. Insgesamt bin ich daher über den vorzeitigen Klassenerhalt sehr froh. Dadurch konnten wir die letzten Saisonspiele etwas entspannter angehen. Schließlich darf man nicht vergessen, dass bereits während der alten Saison die Planung für die neue Spielzeit ansteht und diese immer mit großem organisatorischen Aufwand verbunden ist. Erst Recht, wenn uns keine eigene Sporthalle zur Verfügung steht und wir auf das Landratsamt und die gute Kooperation mit der Gemeinde Goldbach und dem TV Laufach angewiesen sind. Für die Statistiker: In den Monaten Juni bis August finden in auswärtigen Trainingshallen knapp 60 Einheiten von zwei Zeitstunden statt, allein für die Vorbereitung der 1. Männermannschaft!

Die Saison ging mit den Niederlagen gegen die beiden Mitaufsteiger sehr unglücklich los, Mitte November wart ihr mit 2:16 Punkten tief im Keller. Hattest du da große Sorgen?

Selbstverständlich! Wir hatten und haben großen Respekt vor der Landesliga. Der Eindruck wurde in den ersten Spielen bestätigt. Niederlagen führen aber immer zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der gezeigten Leistung. Daher haben wir alles hinterfragt, neue Dinge ausprobiert und den Trainingsprozess verändert. Die Unterstützung durch Bruno Stenger, der nicht nur die Torhüter in eine exzellente Verfassung brachte, sondern auch mit vielen Gesprächen neue Ideen in mir weckte, war in dieser Zeit eine enorme Bereicherung.

Ab diesem Zeitpunkt  ging es dann aber steil bergauf für den TVG. Kannst du diesen Trend im Nachhinein an etwas Speziellem festmachen – gab es eine Initialzündung?

Der noch immer unglaubliche Sieg in Pfungstadt, ohne den verhinderten Dennis Stenger, war für mich die Initialzündung. Die spektakuläre Aufholjagt zeigte, dass wir als Team ausweglose Situationen meistern können und damit stieg der Glaube an den Klassenerhalt. Der darauffolgende Derbysieg gegen Stockstadt machte die kleine Siegesserie perfekt. An drei Saisonsiege in Folge und den damit verbundenen Mannschaftsfilmabend, dachte vor der Saison wahrscheinlich niemand.

Die Mannschaft hat sich ja in jeder Hinsicht verbessert. Was hat Dir am meisten imponiert und was fehlt denn noch? Und: Bist du ob dieser Entwicklung überrascht?

Die Entwicklung ist aus der Ferne sicher besser zu beobachten. Als Aktiver im ständigen Trainingsprozess mit den Spielern ist man doch immer sehr in der aktuellen Situation und es bleibt keine Zeit zu reflektieren. Offensichtlich war jedoch, dass wir unsere Fehlerquote im Angriff erheblich reduzierten, was sich mit dem gewonnenen Selbstvertrauen und dem hohen Trainingsaufwand erklären lässt. Imponiert haben mir Aspekte des Angriffs- als auch des Abwehrspiels. Im Angriff haben wir uns ab November vermehrt auf unsere beiden Außenpositionen konzentriert. Unser Spiel ist dadurch wesentlich variabler geworden. Dadurch hat auch der Rückraum profitiert und die neugewonnen Lücken genutzt. Ich bin mir sicher, dass diese Umstellung der Schlüssel war. In erster Linie fehlt noch die individuelle Fähigkeit, Situationen auch einmal in der Kleingruppe lösen zu können und außerhalb des Systems Verantwortung zu übernehmen. Greift das System nicht, sind wir aktuell noch nicht in der Lage, Spiele zu gewinnen. Die Niederlagen gegen Fränkisch-Crumbach und Nieder-Roden haben das eindrucksvoll belegt. Demzufolge wird in der Vorbereitung in diesem Bereich der Hauptschwerpunkt liegen.

Ihr habt neben Meister Griesheim die zweitbeste Abwehr der Rückrunde. Wusstest du das eigentlich? Ist das die Basis für Erfolg in dieser Liga?

Bezüglich des Abwehrspiels kann ich nur sagen, dass es sicher nicht am Trainingsaufwand gelegen hat. Zwar besitzen wir selbstverständlich ein Abwehrkonzept und haben uns auch viel besser auf die gegnerischen Rückraumschützen eingestellt, dennoch liegt hier sicher nicht der Trainingsschwerpunkt. Dadurch wird aber auch deutlich, dass eine erfolgreiches Abwehrspiel immer auf Wille basiert. Hier haben wir ganz klar unseren Vorteil gegenüber anderen Mannschaften und müssen unsere handballerischen Defizite durch kämpferische Tugenden egalisieren. Dass das anscheinend so ist, war mir nicht bewusst und habe ich in den letzten Tagen erfahren. Auch der sehr gute Tabellenplatz der Rückrunde war mir während der Saison nicht präsent.

Vor der Saison hast Du gesagt, du bräuchtest noch den ein oder anderen Spieler, sonst würde es sehr schwierig werden. Jetzt hat es – bis auf Torhüter Sandro Friedrich – auch mit der Aufstiegsmannschaft gut funktioniert. Und zwar so gut, dass es mit Bürgel und Obernburg nur zwei Teams gab, gegen die ihr keine Punkte geholt habt...

Sandro war aber auch ein entscheidender Faktor. Mit seiner Leistungssteigerung spürte auch die Abwehr einen Rückhalt, der Selbstvertrauen schafft und Siege ermöglicht. Darüber hinaus ist grundsätzlich aber auch eine Steigerung auf der Torhüterposition zu erkennen. Marco und Danny haben sehr starke Leistungen gezeigt als wir sie brauchten. Daher ist es aus meiner Sicht nur schlüssig, dass wir diesen positiven Effekt auch auf der ein oder anderen Feldspielerposition gebrauchen können. Dass es zu keinem neuen Feldspieler kam und wir dennoch so gut abgeschnitten haben ist schön, aber eher der fehlenden Bereitschaft anderer Spieler geschuldet. Für die neue Saison wären wir daher erneut bereit, zwei oder drei neue Spieler zu integrieren.

Ein besonderes Plus in eurer Mannschaft sind die Ausgeglichenheit und der Teamgeist. Ihr seid von keinem einzelnen Spieler sehr abhängig. Siehst du das auch so?

Anfangs noch nicht, aber im Laufe der Saison eindeutig. Im ersten Drittel der Saison waren wir doch noch sehr von Dennis abhängig. Mit der Zeit haben sich dann aber andere Personen in den Vordergrund gespielt und die Last wurde auf vielen Schultern verteilt. Im Angriff hat S. Beißler eine ausgezeichnete Runde gespielt, die so wahrscheinlich keiner erwarten konnte. In der Abwehr war es gegen Ende der Saison A. Dittrich, der die Leistungssteigerung ermöglichte. Auch unsere jungen Spieler haben einen großen Schritt gemacht und sich zu Stützen der Mannschaft entwickelt. Es gab aber auch immer wieder Spiele, in denen einzelne Spieler herausragende Leistung zeigten, selbst Spieler, die über die Saison hinweg nicht viel Einsatzzeiten hatten. Ein Sonderlob erhält an dieser Stelle Stefan Parr, der am letzten Spieltag eine überragende Saison durch eine gekonnte 1gg1 Aktion krönte und mit Stolz auf seine wohl beste Spielzeit zurückblicken darf.

Ganz besonders Stolz kann der Verein doch darüber sein, dass bis auf Sandro nur TVG-Eigengewächse in der Mannschaft spielen. Kann man so auch in den kommenden Jahren auf diesem Niveau weitermachen oder muss der TVG auch verstärkt auswärtige Spieler holen? Gibt es da ein Konzept im Verein?

Ich habe ja bereits erwähnt, dass wir uns über die ein oder andere Verstärkung freuen würden. Ein spezielles Konzept gibt es dabei nicht. Wir bauen stets auf eigene Nachwuchskräfte und integrieren diese frühzeitig in den Trainingsbetrieb der aktiven Herrenmannschaften. So werden wir auch zur kommenden Spielzeit drei Spieler des Jg. 97 in den Kader der 1. Mannschaft aufnehmen und ich kann mir auch vorstellen, sie ein paar Minuten spielen zu lassen. Mit Alexander Hain und Danny Küppers haben wir ja auch zwei Spieler, die erst im Herrenbereich nach Glattbach gekommen sind. Ich unterscheide daher nicht nach einheimischen oder auswärtigen Spielern! Bedingung ist nur, dass sie sich integrieren und die notwendige Trainingsbereitschaft zeigen. Dann sind mir auswärtige Spieler lieber als "Glattbacher", die diese Bedingung nicht erfüllen.

Wie wird der TVG eigentlich bei den Gegnern wahrgenommen? Was erzählen denn die Trainerkollegen so?

Wir haben uns ganz klar mit der Zeit Respekt verschafft. Zunächst wurden wir sicher unterschätzt. Dafür gibt es auch nachvollziehbare Gründe. Erstens schaffte es in den letzten Jahren kein Aufsteiger unseres Bezirks die Klasse zu halten, unter anderem wir im Jahr 2010. Zweitens haben wir mit unserer Leistung zu Beginn der Runde auch allen Erwartungen entsprochen. Im Laufe der Saison haben wir uns Stück für Stück mehr Beachtung erarbeitet. Ein großes Plus in der öffentlichen Wahrnehmung waren dabei unsere treuen Fans, die uns gerade in den Auswärtsspielen in Büttelborn und Bonsweiher sensationell unterstützt haben.

Neben dem Sportlichen ist auch das Umfeld immer sehr entscheidend. Hast du hier in Zukunft auch spezielle Vorstellungen, was Zuschauer, Präsentation in der Öffentlichkeit etc. betrifft? Wie muss man sich hier weiterentwickeln? Oder konzentrierst du dich nur aufs Sportliche und lässt das andere machen?

Mein Fokus liegt schon sehr auf dem sportlichen Bereich, aber ich habe natürlich auch Interesse an der öffentlichen Wahrnehmung des Vereins. Sehr positiv zu erwähnen ist die Resonanz der Sponsoren, die uns seit geraumer Zeit beachtlich unterstützen. Mit dieser Hilfe sind wir in der Lage, zur kommenden Saison alle drei aktiven Mannschaften (Herren 1+2 und das neue Damenteam), sowie die zwei Perspektivmannschaften der männlichen und weiblichen A-Jugend einheitlich auszustatten. Auch dank der Einführung des Club100 haben wir kostspielige Langhanteln und Gewichte angeschafft. Damit können wir alle Spieler und Spielerinnen optimal auf die Belastung unserer Sportart vorbereiten und in ihrer individuellen Ausbildung fördern. Die rege Verwendung zeigt, dass wir hier den richtigen Weg eingeschlagen haben und uns sportlich nahe am Optimum unserer Möglichkeiten bewegen. Lediglich das leidige Thema Sporthalle könnte unsere Trainingsbedingungen noch auf eine höhere Ebene bringen. Aber nochmal zurück zum Kern der Frage, ich denke, wir haben abseits der sportlichen Angelegenheit ein großes Potential. Wir bewegen auch hier einiges und werden in der neuen Spielzeit auch neue Sachen realisieren, aber schlussendlich fehlen uns Akteure, die sich ausschließlich mit diesem Bereich beschäftigen. Wir sind daher für jede Personen dankbar, die sich in diesem Tätigkeitsfeld für den TVG engagieren möchten.

Zum Schluss: Gibt es noch irgendeine Frage, die du gerne mal gefragt worden wärst oder irgendeine Botschaft, die du noch loswerden möchtest?

Wenn du mich so fragst, dann sollte ich an dieser Stelle möglicherweise die aus meiner Sicht fehlende Wertschätzung, außerhalb der TVG-Familie, zu der ich neben den präsenten Vereinsmitgliedern auch die treue Fangemeinschaft zähle, ansprechen. Ein Klick auf den „Gefällt mir“- Button bei Facebook ist mir persönlich zu wenig. In meiner vergleichsweise kurzen Zeit in einem auswärtigen Verein, habe ich von Seiten der Gemeinde mehr Zuspruch und Anerkennung erfahren als in meinem Heimatort. Das betrifft weniger meine Person, sondern die Spieler, die hessenweit in einer bemerkenswerten Art Kampf, Teamgeist und Leidenschaft verkörpern und dadurch Glattbach sehr positiv vertreten. Dass unser letztjähriger Aufstieg in dem Jahresrückblick der Gemeinde nicht einmal in einem Nebensatz erwähnt wird, verdeutlicht den Stellenwert, den Sport in Glattbach genießt. Trotz meines begrenzten und wahrscheinlich auch naiven Blickes über die Geschehnisse in der Gemeinde, stelle ich fest, dass 2013 ein sehr ereignisreiches Jahr gewesen sein muss, wenn dieser große sportliche Erfolg keine Beachtung findet! Jedoch möchte ich diese Frage abschließend positiv beantworten und mich für die tolle Unterstützung und Begeisterung, die die Mannschaft während der gesamten Saison erfahren hat, bedanken. Nur durch eine motivierende Atmosphäre sind schwierige und ausgeglichene Begegnungen, wie zuletzt gegen den Meister Griesheim, erfolgreich zu bewältigen. Daher ist der Klassenerhalt auch ein Verdienst der treuen TVG Fans! Danke!

Vielen Dank, Markus!

Dir auch Volker, für deine über Jahre großartige Berichterstattung, die in dieser Saison durch diese Interviewfragen ergänzt wurde. Es hat mir Woche für Woche Freude bereitet, dir Rede und Antwort zu stehen!

 

Rückblick Saison 2013/2014 Landesliga Süd

Ende letzter Saison war die Freude riesengroß, nachdem man in überragender Manier Meister der BOL geworden war. Gleichzeitig wusste man im TVG-Lager aber auch, was einen eine Etage höher in der Landesliga erwarten würde. Es war noch nicht allzu lange her, da stieg der TVG nach dem Landesliga-Aufstieg geradewegs wieder ab. Und so erging es fast allen BOL-Meistern des Bezirks Odenwald-Spessart.

Der Spielplan meinte es dann jedoch vermeintlich gut, denn die ersten beiden Spiele hatte der TVG gegen die beiden Mitaufsteiger des Bezirks Darmstadt (Büttelborn) und Hanau-Offenbach (Niederrodenbach) zu bestreiten. Doch diese Spiele gingen durchaus unnötig verloren, die kommenden Aufgaben gegen etablierte Landesliga-Teams und den Oberliga-Absteiger Reinheim versprachen nicht einfacher zu werden. Und in diesen Begegnungen wurde tatsächlich klar, welcher Wind in der Landesliga weht. Mitte Oktober war der Fehlstart perfekt und der TVG stand punktlos mit 0:10 Punkten im Keller. Zu diesem Zeitpunkt überraschend gelang dann der erste Sieg gegen die haushoch favorisierten Mannen aus Fränkisch-Crumbach. Doch die Freude währte nur kurz, denn es folgte nach der wohl schwächsten Saisonleistung eine bittere Klatsche in Obernburg und eine Woche später im Kellerduell in Bonsweiher eine weitere demoralisierende Niederlage. Nach knapp zwei Dritteln der Saison sah es bei 2:16 Punkten nicht gut mit dem TVG aus.

Doch mit einem hart erkämpften Sieg gegen Nieder-Roden II und einem weiteren, überraschenden und kuriosen Sieg in Pfungstadt (nach sehr hohem Rückstand) war der Bann gebrochen. Die kontinuierliche und zielstrebige Trainingsarbeit begann sich endlich auszuzahlen. Ganz besonders auffallend war die zunehmende Stabilität im Abwehrverhalten, wo man viel aggressiver zu Werke ging und sich auf das dynamische und schnelle Spiel in der Landesliga eingestellt hatte. Nach dem dritten Sieg in Folge im Derby gegen Stockstadt/Mainaschaff war der TVG endgültig auf den Geschmack gekommen. Es setzte zwar nochmal eine klare Niederlage in Asbach, doch bis Anfang Februar und mit dem Sieg gegen Reinheim hatte man durch eine Serie von 13:3 Punkten den Anschluss ans Mittelfeld gefunden. Sogar der spätere Meister Griesheim schaffte es kurz vor Weihnachten nicht, den TVG zu bezwingen. Das vor der Saison ausgegebene Ziel Klassenerhalt war nun realistischer denn je, man wusste nach dem holprigen Start, wofür man zu kämpfen hatte. Doch der TVG hatte sich seine Punkte nicht nur durch Kampf eingesammelt, sondern zeigte auch spielerisch und im Angriff immer mehr Struktur und Durchsetzungsvermögen. Vor allem die Rate an technischen Fehlern wurde deutlich reduziert. Kurz gesagt, der TVG war voll in der Liga angekommen und auch für die Kontrahenten ein absolut ernstzunehmender Gegner. Man hatte sich sogar soviel Respekt erarbeitet, dass man vom Trainer der TSG Bürgel kurzerhand als „Topteam“ tituliert wurde.

Für dieses „Topteam“ war jedoch der Klassenerhalt noch längst nicht vollbracht. Vor allem Pfungstadt, das in der Hinrunde völlig von der Rolle war, begann nun das Feld von hinten aufzurollen. Und dann gab es da auch noch die Drittligareserve Nieder-Roden II, von der man wusste, dass sich dieser Verein mit einem Abstieg in die BOL nicht so leicht abgeben würde. Wie wir mittlerweile wissen, hat Nieder-Roden dieses Ziel durch exzessiven – aber auch den Regeln entsprechenden – Einsatz von U23-Drittligaspielern erreicht, der starke Aufsteiger Büttelborn hingegen war der Leidtragende und musste mit 21 Pluspunkten absteigen.

Der TVG bestätigte derweil im weiteren Saisonverlauf seine Landesligatauglichkeit und schaffte am 22. Spieltag mit einem Kantersieg gegen aufstrebende Pfungstädter den Klassenerhalt. Bis auf einen leistungsmäßigen Ausrutscher in Fränkisch-Crumbach gab man sich aber mit dem Erreichten nicht zufrieden und spielte aggressiv und hungrig weiter. Die Belohnung am Ende der Saison war Platz 7 mit einem ausgeglichenen Punktekonto, einem positiven Torverhältnis, dem besten Torverhältnis aller Teams in der Rückrunde und der zweitbesten Abwehr in der Rückrunde hinter Meister Griesheim.

Insgesamt konnte man eine extrem erfreuliche Entwicklung der Mannschaft beobachten, die in ihrem Auftreten in allen Belangen im Vergleich zur Vorsaison verbessert und nicht mehr zu vergleichen ist. Vater des Erfolgs ist zweifelsohne Trainer Markus Stanzel, der durch sein zielstrebiges Arbeiten für den Fortschritt verantwortlich ist. Erfreulich ist auch, dass der TVG eine sehr gesunde Altersstruktur aufweist, so dass auch in Zukunft erfolgreicher Handball erwartet werden kann.

Ganz besonders erwähnenswert ist auch, dass sich die Mannschaft bis auf Torhüter Sandro Friedrich nur aus TVG-Eigengewächsen zusammensetzt und im Gegensatz zu anderen Vereinen Geld keine Rolle spielt, wodurch auch der Teamgeist ein einzigartiger ist.

Doch was wäre ein Spiel ohne Zuschauer? Auch hier gibt es nur Erfreuliches zu berichten. Denn die TVG-Fans haben sicher einen nicht unerheblichen Anteil am Erfolg. Der Zuschauerzuspruch war toll und auch die Stimmung, die die Fans verbreiteten, fand man in kaum einer anderen Halle. Dies wurde auch bei den gegnerischen Mannschaften festgestellt, die allesamt mit Respekt nach Goldbach reisten. Im TVG-Lager hofft man, dass die Arbeit im Verein weiter in diesem Maße gewürdigt wird und dass der Zusammenhalt zwischen Fans und Team auch in Zukunft unabhängig vom sportlichen Abschneiden bestehen bleibt.

 

Halbzeitinterview mit Trainer Markus Stanzel

Die Hinrunde ist nach der Partie gegen Griesheim nun vorüber. Dies haben wir zum Anlass genommen, uns mit Trainer Markus Stanzel zu unterhalten und ein Zwischenfazit des bisherigen Saisonverlaufs zu ziehen.

 

Die Hinrunde ist an diesem Wochenende abgeschlossen worden. Der TVG steht mit 9:17 Punkten auf dem 10. Tabellenplatz. Nach einem Start mit 5 Niederlagen aus den ersten 5 Spielen hat sich deine Mannschaft nun scheinbar in der Landesliga eingelebt. Wie fällt dein Fazit bisher aus?

Wirklich eine Hinserie mit Höhen und Tiefen. Der Anfang war denkbar schwer und undankbar. Nach den ersten beiden Niederlagen gegen vermeintliche Abstiegskonkurrenten war die Enttäuschung groß. Danach hat es weitere Spiele gebraucht, bis wir uns an das Niveau der Landesliga anpassen konnten. In Sachen Tempohandball und individuelle Klasse weht hier schon ein anderer Wind als in der Bezirksoberliga. Die Wende war dann der erste Sieg gegen die Topmannschaft Fränkisch-Crumbach. Spätestens nach diesem Spiel war klar, dass wir an guten Tagen mit allen Gegnern mithalten können. Der Dämpfer folgte jedoch zugleich mit der Partie in Obernburg. Diese Niederlage, zumindest in der Höhe, war aber klar selbstverschuldet. Mit nun sieben Punkten aus den vergangenen fünf Spielen haben wir gezeigt, dass wir in der Liga angekommen sind. Der Weg zum Nichtabstieg ist natürlich noch weit, aber wir sind nun bereit, ihn zu gehen und definieren unsere Ziele daher ganz klar neu, wir wollen auch in der Saison 2014/15 in der Landesliga spielen.

 

Was sind deiner Meinung nach die Gründe für den Aufschwung der letzten Wochen? Aus Beobachter-Sicht hat die Abwehr ordentlich zugelegt und auch im Angriff wird überlegter agiert.

Eindeutig die Abwehr. Hier wird deutlich, was Wille, Selbstvertrauen und körperliche Präsenz ausmachen. Dazu haben wir aber auch im Angriff gelernt, cleverer zu agieren und unsere Angriffe besser vorzubereiten. Wir versuchen bewusst, die technischen Fehler zu reduzieren und das Risiko somit zu minimieren. Dennoch versuchen wir auch weiterhin, temporeich zu agieren.

 

An welchen Schrauben muss noch gedreht werden? Was gefällt Dir im Spiel des TVG, was noch nicht?

Ganz klar müssen wir uns im Angriff verbessern und zwar im individuellen Bereich und in der Kooperation. Hierzu benötigen wir jedoch noch Zeit und mehr Trainingseinheiten mit dem gesamten Team. Hier mussten wir in den vergangenen Wochen zu große Abstriche machen und teilweise mit lediglich sechs bis sieben Spielern aus der 1. Mannschaft trainieren. Zum Glück sind unsere Jugendspieler und Spieler der 2. Mannschaft bereit, uns im Trainingsbetrieb zu unterstützen. Fortschritte sind jedoch auch im Angriffsspiel erkennbar. Wir bereiten unsere Angriffe besser vor und agieren cleverer. Den größten Fortschritt haben wir allerdings in der Abwehr gemacht. Hier sind wir bereit, alles aus uns herauszuholen und mit Leidenschaft zu verteidigen. Das muss auch weiterhin der Maßstab sein und unsere Grundlage für siegreiche Spiele.

 

Anfang der Saison war dir unabhängig vom Tabellenplatz am wichtigsten, dass das Team eine positive Entwicklung nimmt. Jetzt, wo man auf dem 10. Platz eine realistische Chance sieht, dass es mit dem Klassenerhalt tatsächlich klappen könnte, müssten doch die Ziele ein wenig umformuliert werden, oder?

Das habe ich ja bereits einleitend und an der Weihnachtsfeier erwähnt. Das Ziel heißt ganz eindeutig: Landesliga 2014/15. Darauf werden wir hinarbeiten und alle verfügbaren Mittel mobilisieren.

 

Wird der Druck für das Team größer, wenn man was zu verlieren hat? Bislang konnte man als Aufsteiger ja eigentlich immer ganz befreit aufspielen…

Wir spielen häufig besser, wenn wir die Außenseiterrolle begleiten. Das scheint uns aktuell besser zu liegen. Allerdings haben wir auch in der vergangenen Saison gezeigt, dass wir mit Drucksituationen umgehen können. Diese Fähigkeit konnten wir in dieser Spielzeit noch nicht abrufen, ich gehe aber davon aus, dass wir das schnellstmöglich ändern.

 

Wenn man sich die Tabelle nach der Hinrunde anschaut, entspricht das dem, was du vor der Saison erwartet hattest – ausgenommen vielleicht Pfungstadt, die wohl keiner im Keller gesehen hatte?

Im Grunde schon, zumindest was die Mannschaften betreffen, die um den Titel mitspielen. Lediglich Roßdorf hat sich mit seiner mannschaftlichen Geschlossenheit in die Spitzengruppe gespielt. Pfungstadt ist besser als es der Tabellenplatz ausdrückt, daher erwarte ich in der Rückrunde eine deutliche Verbesserung. Was uns und die hinteren Plätze der Tabelle angeht hätte ich nicht gedacht, dass es so ausgeglichen ist und ca. die Hälfte der Mannschaften um den Abstieg kämpfen muss.

 

Jetzt kurz mal weg vom Sportlichen. Bist du mit dem, was im Umfeld geschieht zufrieden? Gemeint ist vor allem die Zuschauer-Resonanz? Was muss oder kann hier noch getan werden?

Wir werden in dieser Saison sensationell unterstützt. Ein großes Lob und Dankeschön daher an die zahlreichen und lautstarken Fans. So macht Handball Spaß und nur so sind solche Leistungen gegen vermeintliche Topmannschaften möglich! Die tolle Stimmung haben bereits auch andere Mannschaften registriert und erwähnen unsere überragenden Zuschauer mittlerweile in jedem Vorbericht. Diese Atmosphäre ist sicherlich landesligawürdig, daher müssen wir alles daran setzen, die Klasse zu halten. Es hat sich schon einiges zum Positiven entwickelt. Wir haben zwei neue und junge Hallensprecher, die ihre Sache sehr gut machen und auch die Spielerfrauen leisten neuerdings ihren Teil in der Heimspielabwicklung. Jedoch liegt viel Last auf wenige Schultern, so dass wir über zusätzliche helfende Hände sehr erfreut wären. Wer daher einen Teil dazu beitragen möchte, kann sich sehr gern bei unserem Abteilungsleiter Norbert Leidl oder bei mir melden.

 

Du hast gerade bekannt gegeben, dass du dem TVG auch in der kommenden Saison als Trainer zur Verfügung stehen wirst. Was waren die ausschlaggebenden Gründe für diese Entscheidung?

Ganz einfach, ich will auch in der neuen Saison eine Landesliga-Mannschaft trainieren. Zusätzlich hat sich im Trainingsbetrieb viel verbessert. Wir haben mit Bruno Stenger nicht nur einen sehr begehrten Torhütertrainer, sondern auch einen wichtigen Ratgeber im Trainings- und Spielbetrieb. Zudem haben wir viele Trainingsmöglichkeiten, wenn auch nur in auswärtigen Hallen und sinnvolle Trainingsmittel zur Verfügung, die einen optimalen Trainingsbetrieb ermöglichen. Des Weiteren wird der Großteil der Mannschaft auch in der kommenden Saison das TVG-Trikot tragen, was ein wichtiges Zeichen ist. Ich freue mich zusätzlich auf die Rückkehr unseres Mittelmanns Alexander Hain, der nach einer Kreuzbandoperation auf dem Weg der Besserung ist und auf die Integration unserer Nachwuchsspieler. Drei Spieler haben wir bereits regelmäßig im Training und werden diese auch in den Kader integrieren.

 

Und wie sieht´s mit dem Spieler Markus Stanzel aus? In den Dienstags-Spielen gegen die 2. Mannschaft scheinst du ja von der Motivation und Leidenschaft aus deiner Aktiven-Zeit nichts eingebüßt zu haben…

Selbstverständlich! Handball zu spielen macht wir auch weiterhin großen Freude. Ich habe zurzeit sehr viel Glück mit meinem lädierten Knie und keine Schmerzen. Dafür trainiere ich aber auch häufig und versuche möglichst viel Belastung mit Muskulatur abzufangen, was auch sehr gut gelingt. Demzufolge ein Plädoyer für die Wichtigkeit eines gezielten Krafttrainings und ein Dank an die Mitglieder des Club 100, die unserem Verein ermöglicht haben, Krafttrainingsgeräte zu erwerben, die täglich von Aktiven und Nachwuchsspielern genutzt werden. Eine vollständige Rückkehr auf das Spielfeld kann ich mir aktuell aber nicht vorstellen. Ich stell mich in personell schwierigen Zeiten (wie aktuell) in den Dienst der Mannschaft und versuche, den etablierten Spielern eine Pause zu ermöglichen. Auch halte ich wenig von der Personalunion Spieler und Trainer, da eine Komponente immer darunter leidet. Aktuell ist dies möglich, da uns Bruno während des Spiels gut betreut. Auch einige Spieler schätzen die neugewonnene Ruhe auf der Auswechselbank, so dass wir besinnlich das Jahr beenden können und hoffentlich mit zwei Punkten, ganz egal ob der Trainer auf oder neben der Platte agiert.

 

Vielen Dank!

Gern geschehen und allen Mitgliedern, Fans und TVG-Freunden wünsche ich frohe Feiertage und ein glückliches Jahr 2014.

Interview mit Trainer Markus Stanzel und Spieler Dennis Stenger

Rechtzeitig zum Saisonstart 2013/2014 traf sich die Redaktion der Hallenrundschau mit dem Trainer Markus Stanzel und Führungsspieler Dennis Stenger.


Markus, es war die Premierensaison für Dich als Trainer einer 1. Mannschaft und prompt steht am Ende die Meisterschaft. Hattest du das erhofft oder erwartet?
MS: Vor der Saison grundsätzlich nicht! Ich hatte andere Mannschaften auf der Rechnung und zudem kam mit Dennis Stenger ein wichtiger Spieler erst gegen Ende der Vorbereitung. Im Laufe der Saison wurde dann klar, dass wir eine gute Rolle spielen. Spätestens zur Winterpause definierten wir unsere Ziele jedoch neu und wollten unbedingt Meister werden.


Mit 49:3 Punkten Meister zu werden sieht ja sehr souverän aus. Gibt es dennoch Dinge, die im letzten Jahr noch nicht nach dem Geschmack des
Trainers waren?

MS: Wir können und müssen noch viele Dinge verbessern. Auch wenn sich das, nach einer Saison mit nur einer Niederlage, vermessen anhört, die Leistung in der vergangenen Runde wird in der Landesliga nicht ausreichen. Jeder einzelne Spieler und das Zusammenspiel unter einander muss gesteigert werden. Den  größten Nachholbedarf sehe ich im Zweikampfverhalten. Die Vorbereitung hat gezeigt, dass uns in diesem Punkt höherklassige Mannschaften noch klar überlegen sind.


Jetzt kommt die Landesliga und damit steigt das Level erheblich an. Was ist das Ziel?
MS: Der Klassenerhalt ist das angestrebte Ziel. Alles andere ist Utopie. Viele sehen uns als klaren Außenseiter, was uns aber eher motiviert. Wichtig ist, über die gesamte Saison die Begeisterung nicht zu verlieren und in jedem Spiel an die Siegeschance zu glauben. Über allem steht jedoch die positive Entwicklung der Handballabteilung fortzuführen. Aus meiner Sicht haben wir beim TVG sehr gute Trainingsbedingungen geschaffen und müssen weiter versuchen diese zu optimieren, auch wenn die finanziellen Mittel sehr bescheiden sind.

 

Die Infrastruktur beim TVG erlaubt doch eine Landesliga-Teilnahme fast nicht. Keine Halle, kein finanzieller Spielraum. Wie geht das? Oder zieht der TVG genau aus diesen seit jeher einschränkenden Verhältnissen seine Stärke?
MS: Die bescheidene finanzielle Situation habe ich ja bereits erwähnt. Wir machen das Beste daraus und versuchen den Spielern bestmögliche Trainingsbedingungen zu bieten, mehr geht nicht! Zu Vorbereitungsbeginn haben wir, mit Hilfe des neu gegründeten Club 100, neue Trainingsgeräte erworben, die neben den Aktiven Handballern auch die TVG Nachwuchskräfte intensiv nutzen. Dies ist ein wichtiger Schritt um die konditionellen Fähigkeiten der Spieler zu verbessern und die Verletzungsanfälligkeit zu minimieren. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Club 100 Mitgliedern und Sponsoren bedanken. Ob unser Verein aus den widrigen Bedingungen seine Stärke zieht glaube ich nicht. Ich bin mir sicher, dass wir mit einer geeigneten Sporthalle und zusätzlichen finanziellen Mitteln ein ebenso starkes Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt hätten. Das ist für mich keine Frage des Geldes sondern von Engagement und Nachwuchsarbeit/-integration.

 

Kann die Meistermannschaft die Klasse halten oder müssen Verstärkungen her?

MS: Davon können wir uns alle im Laufe der kommenden Saison überzeugen lassen. Bis auf Sandro Friedrich im Tor und Felix Lorenz auf Außen haben wir keinen Neuzugang. Ein zusätzlicher Rückraumspieler und ein Linkshänder hätte uns sicher noch gut zu Gesicht gestanden. Allerdings erschweren die bereits angesprochenen Probleme die Suche nach qualitativen Neuzugängen. Daher darf der Aufstiegskader beweisen was in ihm steckt und wir werden versuchen mit viel Trainingsfleiß das Bestmögliche aus uns heraus zu holen.


Gibt es eigentlich ein langfristiges Ziel für den TVG? Auch im Bereich der Jugend?
MS: Betrachtet man unseren Kader und die aktuelle Vorbereitung erkennt man klar unsere Philosophie in Bezug auf unsere Jugendarbeit. Wir setzen im Nachwuchs, bedingt durch die geringe Anzahl an Kindern aus Glattbach, nicht den Fokus auf Meisterschaften sondern auf die individuelle Entwicklung einzelner Spieler. Der Übergang von Jugendlichen in den aktiven Bereich ist fließend, das zeichnet uns seit der neuformierten 1. Mannschaft unter der Leitung von B. Stenger im Jahr 2001 aus und ist die Basis unserer aktuellen Meisterschaft. Unser Maximum, als eigenständiger Verein, stellt die Landesliga dar. Dies haben wir mit dem Aufstieg erreicht. Nun gilt es jedoch diese Klasse zu halten und wenn möglich sich dort in den kommenden Jahren zu etablieren. Darüber hinaus sollte es von großem Interesse sein, eine Damen Handballmannschaft beim TVG zu gründen.


Was geschieht mit so altgedienten Spielern wie V. Schmidt? Werden die MV? Oder Wasserträger? Oder Zeugwart? Oder Edelfan?

MS: Gute und sehr berechtigte Frage! Aus den Fehlern der Vergangenheit sollte der TVG lernen. Viele Spieler gingen uns nach Ablauf der sportlichen Aktivität verloren. Daher muss der Fokus darauf gerichtet werden, ehemalige Spieler an den Verein zu binden und mit Aufgaben jeglicher Form vertraut zu machen. Bei V. Schmidt hoffe ich jedoch zunächst noch auf viele Tore in der 2. Mannschaft, schließlich geht es auch dort um den Klassenerhalt in der Bezirksliga A.

Vielen Dank Markus!

 

Dennis, nach einigen Jahren in der Oberliga hattest du dich vor der  vergangenen Saison entschieden, nach Glattbach zurückzukehren. Was waren die Gründe für diesen Schritt? Wolltest du mal wieder eine  Meisterschaft feiern?

DS: *Lacht* Der Hauptgrund, der mich zu diesem Wechsel bewegte, war die Tatsache, dass in diesem Frühjahr mein Staatsexamen angestanden hat. Darauf wollte ich meinen Fokus setzen und dementsprechend musste ich, was das Handballspielen angeht, ein wenig kürzer treten. Somit lag für mich der Schritt nahe, zurück zu meinem Heimatverein zu gehen. Ich habe aber während meiner Zeit bei der HSG immer die Entwicklung in Glattbach verfolgt und für mich neue Reizpunkte entdeckt. Natürlich spielen auch von meiner „damaligen“ Glattbacher Mannschaft noch viele Spieler im aktuellen 1. Mannschaftsteam und ich freute mich nach 6 Jahren „Abstinenz“ wieder mit ihnen zusammen spielen zu können. Dass unsere letzte Saison schließlich mit der Meisterschaft gekrönt wurde, war natürlich ein Highlight.


Worin besteht denn der genaue Unterschied zwischen Oberliga und der letzjährigen Bezirksoberliga?

DS: Aufgrund meist professionellerer Strukturen investieren die Vereine in der Oberliga mehr. Sowohl was Trainingsintensität und –umfang angeht, als auch finanziell in Spielermaterial. Das drückt sich natürlich in dem Handball aus, der in der Oberliga gespielt wird. Das Spiel ist dynamischer und athletischer. Dennoch ist die Bezirksoberliga im Laufe der letzten Jahre stärker geworden und stellt eine interessante Klasse dar. Wenn ich jetzt auf die abgelaufene Saison zurückblicke, erinnere ich mich an viele Derbys mit den umliegenden Handballvereinen, wobei v.a. in den Spielen gegen die oberen 4-5 Teams meist richtig guter Handball gezeigt wurde.

 

Du bist ja auch einer der ältesten Spieler in der Mannschaft mit vielen jungen Talenten. Welche Aufgabe hast du deiner Meinung nach in der Mannschaft?

DS: Ja, ich bin relativ alt geworden. Hab gehört, noch ein paar Jährchen mehr und man scheidet aus der ersten Mannschaft aus. *lacht* Spaß beiseite. Generell macht es mir sehr viel Spaß, mit jungen Handballern zusammen zu spielen. Ich versuch natürlich sehr viel mit ihnen zu reden und gebe an der einen oder anderen Stelle ein paar Tipps. Es ist aber nicht so, dass ich alleine die meiste Verantwortung übernehmen muss. Da wir ein sehr homogenes Team sind, ist diese auf mehrere Schultern verteilt. Ich hoffe zwar, dass ich noch ein bisschen Handball spielen kann, dass aber auch mehr junge Spieler in eine Führungsrolle beim TVG reinwachsen. Und da bin ich sehr zuversichtlich!


Was muss sich beim TVG bessern, was ist schon gut?

DS: Meiner Meinung nach, ist die Jugendarbeit eines Vereins die Basis für längerfristigen Erfolg und hier hat sich in den letzten Jahren beim TVG einiges getan. Viele Spieler aus dem aktiven Bereich übernehmen Verantwortung und trainieren die Jugendmannschaften des TVG. Die Jugendspieler werden gezielt gefördert und nach einem sehr guten Konzept trainiert. Daraus ergibt sich eine Jugendarbeit, wie man sie nur selten hier im Kreis finden kann. Im Moment gelingt es auch sehr gut, die Spieler, welche aus der Jugend kommen, in die erste bzw. zweite Mannschaft zu integrieren. Im aktiven Bereich entwickeln wir uns auch stetig weiter. Markus steckt sehr viel Herzblut in seine Trainertätigkeit, so dass gerade die jungen Spieler relativ schnell Fortschritte machen. Außerdem haben wir stets eine sehr gute Stimmung in der Mannschaft und auch außerhalb des Handballfeldes viel Spaß zusammen. Ich denke, dass dieser Zusammenhalt auch ein Grund für unseren letztjährigen Aufstieg ist. Es gibt nichts spezielles, was man verbessern muss. Verbessern muss man sich generell immer, aber die aktuellen Strukturen bieten eine gute Basis um noch langfristig attraktiven Handball in Glattbach sehen zu können.

Zum Schluss noch was Persönliches: Seit Mitte August bist du unter der Haube, beruflich geht´s ins Referendariat. Wieviel Zeit lassen Beruf und auch Frau fürs Handballspielen?

Zum aktuellen Zeitpunkt weiß ich leider noch nicht, in welcher Stadt ich mein Referendariat antreten werde. Da bekommt man erst relativ kurzfristig Bescheid. Es ist gut möglich, dass ich in Würzburg bleiben darf. Dann hätte ich voraussichtlich genug Zeit zum Handballspielen. Es kann aber auch nach München etc. gehen. Dann muss ich mir Gedanken machen, wie ich das berufliche mit dem Sport weiterhin vereinen kann. Jedenfalls ist mir der Handball als Ausgleich sehr wichtig und ich denke, es wird sich schon ein Weg finden lassen. (Bem. der. Red.: Nach dem Interview steht nun fest, Dennis absolviert sein Referendariat in Würzburg). Zu dem zweiten Teil der Frage: Meine Frau ist froh, wenn ich aus dem Haus bin. *lacht*. Nein, im Ernst. Sie unterstützt mich auch im Hinblick auf den Handball und weiß, was für einen Stellenwert er für mich hat.

Danke Dennis!

 

Interview Dino Corak und Trainer Markus Stanzel

Rechtzeitig zum Saisonstart traf sich die Redaktion der Hallenrundschau mit dem neuen Trainer Markus Stanzel und Kreisläufer Dino Corak.

HR: Im letzten Jahr belegte die 1. Mannschaft mit 32:20 Punkten und 775:728 Toren den 4. Platz in der Bezirksoberliga. Markus, wie stark ist deiner Meinung nach die Liga in diesem Jahr?

MS: Mit dem Meister TV Bürgstadt verlässt eine sehr starke Mannschaft die Bezirksoberliga. Im Gegenzug füllen Landesligaabsteiger MSG Böllstein/Wersau und die beiden Aufsteiger BSC Urberach und unser Nachbar TV Goldbach die Klasse auf. Alle drei Mannschaften werden qualitativ die BOL bereichern. Vorrangig die MSG Böllstein/Wersau, die ihren Landesligakader vollständig behalten hat, stellt ein enorm starkes Team, das sicherlich auch zum Favoritenkreis gehört. Weiterhin rechne ich in diesem Jahr mit dem TV Großwallstadt II, der sich mit höherklassigen Spielern verstärkt hat.
Zuletzt zählt, wie bereits im vergangenen Jahr, die Tuspo Obernburg II zum Kreis der Aufstiegsaspiranten. Nicht zu verachten sind neben diesen drei Favoriten auch die Mannschaften aus Kahl/Kleinostheim und Groß-Umstadt, die ihren Kader erheblich verbessert haben und zusätzlich von der Regeländerung § 55 (12) SpO profitieren können.

HR: Markus, du spricht die Regeländerung § 55 (12) der Spielordnung an. Was hat es damit auf sich?

MS: Diese Regeländerung ist seit dem 01.07.2012 gültig und ermöglicht Spielern bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres das Spielen in mehreren aktiven Mannschaften eines Vereins, ohne sich dabei festzuspielen. Diese Änderung kann jungen Spielern zu mehr Spielpraxis verhelfen, aber auch Meisterschaften bzw. Abstiege entscheidend beeinflussen.

HR: Markus, welche Platzierung möchtest du mit dem Team erreichen?

MS: Wir möchten besser als im vergangenen Jahr abschneiden, sprich Platz 1-3. Aufgrund der sehr ausgeglichen Liga, ist diese Ziel durchaus  ambitioniert und auch von Kleinigkeiten abhängig.
Wichtig wird sein, mit guten Ergebnissen in die Saison zu starten und von Beginn an im vorderen Teil der Tabelle mitzumischen.

HR: Dino, du bist der Jüngste im Team und nun seit einem Jahr dabei. Wie hat dich die Mannschaft aufgenommen und welche persönlichen Ziele verfolgst du in dieser Saison?

DC: Der Einstieg in die aktiven Handballmannschaften ist für einige Jugendspieler ein schwerer Schritt. Mir jedoch wurde dieser Schritt durch die Mannschaft, aber auch durch Trainer Eckhard Milde, wofür ich ihm sehr dankbar bin, wesentlich erleichtert. Da ich mit 15 Jahren schon begonnen habe das Training der 1. Mannschaft des TV Glattbach zu besuchen, war es letztendlich auch keine unbekannte Mannschaft, in die ich reingewachsen bin.
Es ist eine tolle Truppe, in der es kaum Probleme gab aufgenommen zu werden. Dadurch wurde der Spaß am Handball umso größer. Ich persönlich hoffe meine Abwehrleistung steigern zu können, aber auch an meiner Wurfquote sollte ich als Kreisläufer noch intensiv arbeiten. Körperlich ist in Sachen Ausdauer, Schnelligkeit und Kraft auf jeden Fall noch Luft nach oben.

HR: Markus, wie soll sich die Spielweise der Mannschaft im Vergleich zur Vorsaison verändern?

MS: Zunächst möchte ich erwähnen, dass mir die Spielweise der letzten Jahre ja nicht unbekannt ist und ich somit auf die Arbeit von Eckhard Milde aufbaue. Nichtsdestotrotz setze ich natürlich auch meine persönlich Vorstellung um. Die offensichtlichsten Veränderungen wird man in der Abwehr und im Tempospiel erkennen. Wir setzen in der neuen Saison auf eine Abwehralternative zur bewährten 6-0 Abwehr und werden versuchen, mit kompromisslosem Tempospiel den Gegner permanent unter Druck zu setzen. Hier sehe ich den größten Nachholbedarf.

HR: Dino, welchen Part übernimmst du in diesem System und wie verändert sich dabei dein Aufgabenprofil?

DC: Kompromissloses Tempospiel ist das richtige Stichwort. Hierbei muss die ganze Mannschaft, aber vor allem auch ich versuchen, schnellstmöglich den Gegenangriff einzuleiten, was besonders für mich sehr ungewohnt ist. Auch in der Abwehr übernehme ich eine neue Rolle in der 1. Mannschaft, welche ich aber aus der Jugend ebenfalls unter Trainer Markus Stanzel kennengelernt habe und mir größtenteils auch zusagt.

HR:  Ein alljährliches Problem stellen die Trainingsmöglichkeiten während der Sommerferien dar. In  diesem Jahr konnte man die Laufacher Turnhalle nutzen. Wie zufrieden seid ihr mit dem Verlauf der Vorbereitung?

MS: Grundsätzlich bin ich mit der Vorbereitung zufrieden, was natürlich auch an den erstmalig guten Trainingsbedingungen lag. An dieser Stelle möchte ich dem TV Laufach danken, die uns mit ihrer tollen vereinseigenen Sporthalle bestmöglich unterstützt haben. Des Weiteren trugen die Spieler durch ihre gute Trainingsbeteiligung und -einstellung zu einer gelungen Vorbereitung bei. Weniger positiv war die Verletzungsanfälligkeit zahlreicher Spieler und einige schlechte Testspiele. Dennoch sehe ich unsere Mannschaft gut gerüstet für den Saisonstart, auch wenn uns in Kleinwallstadt urlaubsbedingt zwei wichtige Akteure fehlen.

DC: Wir haben sehr viel trainiert und auch gute Fortschritte gemacht, was man in einigen Testspielen sehen konnte. Jedoch gab es einige Halbzeiten, in denen wir etwas schlechter aussahen als gedacht. Somit muss man das erste Rundenspiel gegen Kleinwallstadt, einen schweren Gegner, abwarten.

HR: Abschließende Frage. Ihr kennt euch beide schon seit geraumer Zeit. Was schätzt ihr aneinander und wo seht ihr noch Verbesserungspotential?

MS: Das ist richtig. Das erste Mal trainierte ich Dino 2007 in der C-Jugend. Unter mir spielte er vorwiegend auf der Position des Kreisläufers, was seinem Durchsetzungsvermögen und seiner Körpergröße entgegen kam. Im jüngeren Jahrgang übernahm er jedoch zum größten Teil die Rolle des Spielmachers, was sich heute sehr positiv in seiner Spielauffassung und Variabilität bemerkbar macht.
Weiterhin kennzeichnet ihn eine starke Ballsicherheit und eine beidhändige Anspielbarkeit. Darüber hinaus schätze ich Dino als umgänglichen und intelligenten Spieler. Verbesserungspotential sehe ich bei ihm noch eine ganze Menge. Neben konditionellen Aspekten, vorrangig Kraft und Schnelligkeit gibt es im Abwehrverhalten noch Defizite. Mit erst 17 Jahren hat er allerdings noch jede Menge Zeit daran ausgiebig zu arbeiten.

DC: Durch Markus bekam ich die Möglichkeit, schon in der Jugend in den älteren Jahrgängen mitzutrainieren, was mir sehr geholfen hat. Mit ihm konnte ich in der Jugend mehrere Meisterschaften und einen überrragenden 2. Platz in der BOL mit der C-Jugend feiern. Er brachte mich mit 15 Jahren zum Training der 1.Mannschaft und trainierte mich auch noch in der 2. Mannschaft des TVG. Da er selbst ein toller Handballer war, hat er die Möglichkeit auf eine Menge Erfahrung und Wissen zurückgreifen zu können. Besonders sein Verständnis im Handballsport ist sehr beeindruckend und meistens auch sehr hilfreich für die Spieler. Auch außerhalb des Handballs ist Markus ein toller Mensch, mit dem ich schon viel erlebt habe. Alles in allem bin ich ihm sehr dankbar für alles und freue mich auf die Saison mit ihm als Trainer. Lediglich seine Motivation für Ausdauertraining ist für mich als Kreisläufer das ein oder andere Mal etwas zu hoch ;)

HR:  Vielen Dank für die Beantwortung unserer Fragen. Wir wünschen euch und der Mannschaft viel Erfolg und hoffen, dass der TVG ausnahmsweise mal von langfristigen Verletzungen verschont bleibt!

Trainingsauftakt der 1. Mannschaft

Am 1. Juni begann für die 1. Mannschaft die erste Vorbereitungsphase auf die kommende Spielzeit. Der neue Coach Markus Stanzel versammelte einen Großteil der Spieler um sich, um zunächst die Vorgaben und Vorstellungen für die Vorbereitung und auch die kommende Saison darzulegen. Danach ging es für das Team auf eine 10km-Runde durch den hügeligen Glattbacher Wald. Nachdem doch tatsächlich auch alle wieder an der TV-Halle angekommen waren, wartete zum lockeren Ausklingen noch ein Grillabend auf das Team.

Der TVG wird mit dem gleichen Spielerpersonal aus der letzten Runde in die neue Saison gehen. Allerdings muss man auf Linkshänder S. Beißler verzichten, der aus studientechnischen Gründen eine - hoffentlich nur einjährige - Auszeit nehmen wird. Aus der 2. Mannschaft sollen auch einige Spieler an die BOL herangeführt  werden. Insgesamt wird man auf einen Kader mit 17 Feldspielern und 3 TW zurückgreifen können. Allerdings zählen da auch die Langzeitverletzten A. Dittrich, K. Schumacher und T. Clemens dazu, die aber noch teils einige Monate ausfallen werden.

Bleibt zu hoffen, dass sich in den nächsten Wochen keine weiteren Ausfälle hinzugesellen. Dann kann es eine sehr erfolgreiche Vorbereitung werden, zumal man so ungefähr das erste Mal seit Menschengedenken auch im August eine Dreifachturnhalle für die Übungseinheiten in Laufach zur Verfügung hat. Man ist also nicht auf die unzureichende TV-Halle, den Rasenplatz oder fremde Hallen im Rahmen von Testspielen angewiesen, um die Spielzüge etc. einzustudieren. Hoffen wir mal, dass das dann auch fruchtet!

 

Let´s go, Freakshow!

Rückblick Saison 2011/12 und Ausblick in die neue Saison

Das war sie also, die Saison 2011/2012 der 1. Mannschaft in der Bezirksoberliga Odenwald Spessart. Als Ziel hatte man sich vor der Runde gesetzt, besser als letztes Jahr (Platz 5) abzuschneiden. Neben glorreichen Siegen gab es auch wieder herbe Enttäuschungen, wie das im Sport nun mal so ist. Aber der Reihe nach:
Nach einem schwer erarbeiteten Sieg im 1. Saisonspiel gegen Dieburg/Groß-Zimmern und einem ungefährdeten Sieg gegen Michelbach stand im 3. Spiel mit Kleinwallstadt gleich ein Kräftemessen mit einem der Topfavoriten auf die Meisterschaft auf dem Plan. Wie im Vorjahr auch, konnte der TVG in einem packenden Spiel beide Punkte aus der Wallstadthalle entführen. Gegen Kirchzell gab es einen Arbeitssieg und der Saisonstart war mit 8:0 Punkten geglückt. Im Spiel gegen Groß-Umstadt folgte nun die 1. Niederlage der Saison und im Lager des TVG ahnte noch keiner, dass man im weiteren Rundenverlauf nur noch einen Sieg in fremder Halle erreichen würde. Niederlage nach miserabler Leistung in Habitzheim, erkämpftes Unentschieden in Obernburg, verdiente Niederlage gegen den späteren Meister Bürgstadt und die gute Ausgangslage war verspielt. Mit einem Pflichtsieg gegen Haibach, einem Unentscheiden gegen Kahl/Kleinostheim und einem weiteren Sieg gegen Babenhausen beendete man die Hinrunde mit 14:8 Punkten. Die Rückserie begann für den TVG mit einer Niederlage gegen den letzten Gegner der Hinserie, Babenhauen. Anschließend folgte die Revanche für die Hinspielniederlage gegen Groß-Umstadt und es setzte nach erneut schwacher Leistung eine weitere Auswärtsniederlage gegen die MSG Odenwald. Im Gegensatz zur schlechten Auswärtsbilanz, konnte der TVG zuhause fast immer überzeugen. Einzig Kleinwallstadt gelang es, beide Punkte aus der Weberbornhalle zu entführen. Neben Siegen gegen Dieburg, Habitzheim und Odenwald, gelang es dem TVG noch das erste Mal, nach gefühlt einem Jahrzent, beide Punkte gegen Großwallstadt einzufahren. Leider setzte sich die Auswärtsmisere mit Niederlagen gegen Kirchzell und dem Nachholspiel in Großwallstadt fort. Auch das Unentschieden gegen die späteren Absteiger Haibach kann keinesfalls als Punktgewinn gewertet werden. Einzige der Sieg in Michelbach brach aus der Phalanx der Misserfolge aus. Also kleines Kuriosum schaffte man es zwischendurch noch zum 3. Mal in Folge, sich Unentschieden mit Obernburg zu trennen. Das Highlight der Rückrunde war sicherlich der umjubelte Sieg gegen den Meister Bürgstadt und auch das letzte Saisonspiel gegen die Kombinierten aus Kahl und Kleinostheim konnte man erfolgreich gestalten. Mit diesem Spiel ging auch die „Ära“ Eckhard Milde zu Ende. Die Mannschaft bedankt sich nach 5 schönen und erfolgreichen Jahren bei ihrem Trainer und wünscht ihm viel Erfolg bei seiner neuen Aufgabe bei der HSG Stockstadt/Mainaschaff. Am Ende stand der TVG mit 32:20 Punkten auf dem 4. Tabellenplatz und damit gerade so im vor der Runde herausgegebenen Zielkorridor. Auswärts gilt es aber sich in der neuen Saison deutlich zu steigern und gleichzeitig die Heimstärke zu konservieren.
In der kommenden Saison wird der TVG vom „Eigengewächs“ Markus Stanzel betreut, der trotz seines jungen Alters schon viel Erfahrung als Trainer sammeln konnte. Unter anderem verhalf er der 2. Mannschaft zum ersehnten Aufstieg in die B-Klasse und wird nun versuchen in der 1. Mannschaft an die Erfolge anzuknüpfen. Dabei steht ihm ein unveränderter Kader zur Verfügung, der durch Rekonvaleszenten und Potentialspieler aus der 2. Mannschaft ergänzt wird. Die BOL Odenwald/Spessart wird ihr Gesicht hingegen leicht verändern. Bürgstadt verlässt die Liga in Richtung Landesliga und macht Platz für deren Absteiger Böllstein/Wersau. Am anderen Ende der Tabelle müssen Haibach und Habitzheim absteigen. Die Aufsteiger aus der Bezirksliga A sind Urberach und, was uns besonders freut, Goldbach, die vom Relegationsverzicht Habitzheims profitieren. Somit können wir uns auf zwei spannende Derbys gegen die alten Weggefährten freuen.


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    Trainingszeiten:
    Winterrunde 2017/18:
    Montag 20:15-22:00 Uhr in TV-Halle Glattbach
    Mittwoch 20:00-22:00 Uhr in 3fach-Halle Hösbach
    Freitag 20:30-22:00 Uhr in 3fach-Halle Hösbach

    Trainer:
    Florian Stanzel
    TW-Trainer Bruno Stenger/Sebastian Dörsam

    Betreuer:
    Wolfgang Stanzel

    T V G - F A N - S C H A L
    Die tollen Fan-Schals können zum supergünstigen Fan-Preis von nur € 10 direkt bei Helmut Kaup, Tel. 06021 46432 oder am Eintritt zu den Heim- spielen der 1. Herren-Mannschaft gekauft werden!

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